Was ist ein Monster?

Der FESTA-Verlag ist ja nun nicht dafür bekannt, Bücher für Zartbesaitete herauszugeben. Und auch Monstrilio von Gerardo Sámano Córdova ist nichts für schwache Nerven. Dennoch würde man dem Buch unrecht tun, es als einfaches Horror-Buch zu kategorisieren.

So setzt sich der Text zwar mit schweren Themen, wie dem Verlust eines Kindes auseinander, mit Trauer und Endlichkeit. Vor allem aber erforscht Córdovoa, wie es möglich ist, nach einem so schweren Ereignis, weiterzuleben. Der Text ist eine bewußte Auseinandersetzung mit schweren Emotionen, untersucht moderne Familienstrukturen und vor allem was es überhaupt bedeutet, Mensch zu sein. Bei aller Finsterheit zeigt das Buch einen überbordenden Hunger nach Leben. Und ist in Teilen sogar witzig.

Das Hardcover ist noch in limitierter Auflage mit benSwerkscher Cover-Gestaltung und Innenillustrationen bei FESTA zu erhalten. Bei den Seitenzahlen findet man übrigens Augen, die sich öffnen!

Aus dem Klappentext: Magos ist tief erschüttert vom Tod ihres elfjährigen Sohnes Santiago. Getrieben von der grotesken Logik einer alten Legende entnimmt sie seiner Leiche ein Stück Lunge und nährt es, bis das Gewebe tatsächlich zu leben beginnt.
 Es wächst. Es atmet. Und entwickelt ein Bewusstsein …
Anfangs versteckt Magos den fleischfressenden Monstrilio in ihrem Elternhaus in Mexiko, doch bald beginnt die Kreatur äußerlich Santiago zu ähneln. Monstrilios Instinkte jedoch bleiben die eines Raubtiers – und sein Hunger kennt keine Grenzen.